Italien-Import

Wenn man einen Fiat 500 in Italien kauft, sollte man nicht vergessen, dass der Transport nach Deutschland auch noch
ein paar Euro verschluckt. Hat man dann aber doch ein Gefährt südlich der Alpen in Aussicht,
ist es unbedingt erforderlich, bei Kauf folgendes zu beachten:

 

Man braucht für die Zulassung in Deutschland das sogenannte "Certificato di Proprieta",
das ist eine Art Eigentumsnachweis des italienischen Besitzers. Eine Kopie dieses Papiers
gilt in Deutschland nicht mehr, auch nicht wenn sie vom AcI (= Automobil Club Italia) mit Stempel und Unterschrift
beglaubigt ist.

Es gibt zwei Möglichkeiten, an diese Papiere zu kommen. Am einfachsten ist es, der Verkäufer meldet das Auto in Italien ab mit dem Vermerk, dass es exportiert wird.

Dies geht aber erst, wenn das Fahrzeug bereits exportiert ist und der Verkäufer über den Export eine Bestätigung hat. (z.B: CMR Frachtbrief)

Das ist alles nicht mehr so einfach wie früher.

Die zweite Möglichkeit ist, das Fahrzeug in Italien angemeldet mitzunehmen. Dies ist bei Restaurationsobjekten nicht möglich, da das Fahrzeug in Deutschland sofort wieder zugelassen werden muss.
Das Landratsamt zieht dann die italienschien Papiere und Kennzeichen ein und führt die Abmeldung in Italien direkt durch.

 

Ohne oben genannte Papiere ist eine Zulassung in Deutschland nur schwer oder gar nicht möglich.

Des Weiteren ist eine Kopie des "Foglio Complementare" sinnvoll, da es dem deutschen Fahrzeugbrief entspricht
und fast alles Daten für den Tüv drinstehen.

 

Hat man diese Papiere und einen Kaufvertrag fährt zum TÜV und lässt es problemlos zu.

 

Beim TÜV sollte man folgendes beachten:

- Ohne Warnblinkanlage kein TÜV (Diese muss nachgerüstet werden, haben die Italiener nicht!)

- Standlicht im Blinker --> kein TÜV

- Blinker vorne weiß --> kein TÜV

- Keine Gurte vorne --> kein TÜV

 

Bei Fiat 500 vor EZ 01.06.1969 braucht man
KEINE Gurte und KEINE AU!